Die Fetten und die Fitten

Die veramerikanisierung schreitet mit riesen Schritten voran. Nicht nur in der Sprache und im Sport, auch was die Gesundheit betrifft. Eine Zweiklassengesellschaft tut sich hier in  den letztem Jahren auf. Man sieht es überall in den Straßen, an Seen und in Cafe’s. Entweder fit oder fett. Die Fitten beschäftigen sich in ihr Freizeit fast nur noch mit Fitness und Gesundheit, während die andere mit ihrer LmaA-Einstellung sich durchs Leben schleppen.

Die Fitness-Freaks sind kaum zu bremsen wenn es um ihre Leistungsfähigkeit und ihren Bodystyle geht. Sie ernähren sich vor allem von frischen Lebensmitteln, und nutzen jede halbe Stunde für ein Workout. Häufig werden die Trainingsleistungen und Ergebnisse über die verschiedensten Onlineportale ausgetauscht und über die Sozialen Medien weiter verteilt. Diese Gruppe investiert sehr viel Zeit und Geld in sich, aber auch für ihr Vorankommen.  Durchtrainierte, fitte Menschen haben es fast immer und überall sehr einfach. Sie  entwickeln sich beruflich oft sehr schnell weiter, und gelangen in sehr viel höhere und besser bezahlte Positionen als die übergewichtigen und trägen. Das liegt auch daran das ihre Fitness mehr Jugendlichkeit und viel mehr Zielorientiertheit ausstrahlt, als jemand der nichts tut und nicht auf sich achtet. Gerne werden sportliche Mitarbeiter in Unternehmen in den Vordergrund gestellt, da die äußere Erscheinung Dynamik und Erfolg vermitteln. Auch bei der Jobsuche ist diese Gruppe wesentlich erfolgreicher, da mit Fitness auch eine gute Gesundheit verbunden wird. Der Arbeitgeber sieht hier deutlich weniger Arbeitsausfälle durch Krankheit und eine höhere Belastbarkeit.

Obwohl laut den öffentlichen Zahlen fast 68% der deutschen übergewichtig bis schwerst übergewichtig sind, und die Krankenversicherer und auch die Ärzteschaft seit Jahren Alarm schlagen kümmert es diese Menschen recht wenig. Sie mach unbeirrt weiter mit Fast-Food, Fertiggerichten und vermeiden vor allem eines, Bewegung. Die Folgeerscheinungen von Übergewicht sind Schlaganfälle, Herzinfarkt, Rücken- und Gelenkbeschwerden so wie Diabetes. Die Kosten dafür trägt die Allgemeintheit. Auch die Politik greift hier ein mit speziellen Programmen zur Gesundheitsförderung. Bisher allerdings mit sehr wenig Erfolg, denn die Deutschen sind die dicksten in ganz Europa. Das sie damit immer und überall anecken wird ignoriert. in Langzeitstudien wurde nahcgewiesen das nur 5% der übergewichtigen wirklich krank sind. Viele reden sich ihr Dasein einfach schön und plappern etwas von inneren Werten. Wenn ich mir selber nichts Wert bin, welche inneren Werte stelle ich dann dar.

Gesundheit war und ist immer sexy. Das wird sich auch nie ändern. Die Krankenversicherer belohnen die Fitten zusätzlich.

Übergewichtigen haben keine Lobby. Obwohl es zahlreiche Institutionen gibt in denen Fettleibigen geholfen wird, fehlt sehr oft auch die Einsicht etwas zu verändern. Einige Experten vermuten sogar, das man seine „Leiden“ doch irgendwie lieb gewonnen hat. Aufklärung gibt es mehr als genug, denn 2015 waren die Medien mit Hinweisen und Appellen sehr stark vertreten.  Es bleibt abzuwarten ob sich etwas ändern wird.

Personal Trainer, Wolf Hoffmann

Düsseldorf / Meerbusch

 

 

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