Aus der Praxis des Personal Trainers Teil 1

An einem Frühlingstag vor 7 Jahren ging am späten Nachmittag mein Mobiltelefon und eine reifere Stimme fragte mich: Spreche ich mit dem Personal Trainer. W. Hoffmann persönlich. Ich antwortete mit ja, was kann ich für Sie tun. Der Mann schilderte mir in kurzen präzisen Worten welche gesundheitlichen Probleme er hat, und das er diese verbessern wolle.
Jedoch sagte er mir auch, dass er mich zuerst persönlich kennenlernen möchte und das nicht unbedingt am Telefon besprechen. So vereinbarten wir einen Termin, der ihm ausreichend Zeit gab mir sein Krankheitsbild zu schildern und mich dabei persönlich kennenzulernen.

Kennenlernen und Anamnese

An besagtem Tag fuhr ich in einen Düsseldorfer Vorort ca. 20 Kilometer entfernt von meinem Büro. Es war eine Einfamilienhaussiedlung mit recht ansehnlichen Häusern. Als ich dort läutet öffnete mir der Mann persönlich die Tür und bat mich herein. Bei einer Tasse Tee teilte er mir mit was er beruflich macht, wer er ist, was im gesundheitlich fehlte und nannte mir sein Alter von 63 Jahren. Aufmerksam hörte ich zu und machte mir einige Notizen dazu. Zu einigen Punkte stellte ich konkrete Fragen um mir ein besseres Bild machen zu können. Diese Art wie ich zuhörte und wie ich mir Notizen machte gefiel ihm sehr. Nun stellte er einige Fragen an mich bezüglich meiner Ausbildung, Qualifikation und wie lange ich denn schon im Bereich Sport und Training tätig sei. In kurzen Sätzen auf das wesentliche beschränkt erzählte ich wie ich dazu kam Personal Trainer zu werden und was mich motiviert Menschen wie ihm zu helfen. Am Ende stellte er mir dann die wohl alles entscheidende Frage: „Würden Sie denn mit einem älteren Herrn und so einem Gesundheitszustand klar kommen.
Ich entgegnete ihm: Natürlich komme ich damit klar, sonst hätte ich nicht solange zugehört und mir Notizen gemacht, zudem sehe ich Ihre Reife nicht als Problem an.
Als Antwort kam von ihm: Schön, dann sagen Sie mir bitte jetzt wie Sie gedenken nun vorzugehen.
Ich erläuterte in kurzen knappen Worten was wir tun werden, und das ich jetzt gerne eine Anamnese und einen Beweglichkeits-Check sowie einen Fitness-Check durchführen würde und das dokumentiere. Danach fragte ich wesentliches zu seiner Ernährung. Beide Dokumente unterzeichnete er mir, dass er mir wahrheitsgemäß auf alle Fragen geantwortet hat.
Zum Abschluss stellt er nun die Frage: Was kostet mich denn der Spaß bei Ihnen? Ich nannte meinen Preis, was darin alles enthalten ist und das ich die Rechnung zum ersten Trainingstermin mitbringen würde.
Er stimmte zu mit den Worten: Das ist in Ordnung.

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Das Training

Wir vereinbarten für die nächsten Wochen insgesamt 10 Trainingstermine, je 2 pro Woche.
In den folgenden 3 Monaten trainierten wir im nahegelegenen Schwimmbad, den ich hatte mir für ihn ein Aqua-Training überlegt um eine Grundfitness und eine bessere Beweglichkeit zu erlangen. In den wenigen Wochen hatte sich schon einiges verbessert. Gegen Ende des dritten Monats sagte er zu mir am Ende der Trainingsstunde: Herr Hoffmann, ich möchte nicht mehr im Schwimmbad trainieren. Zuerst war ich etwas verdutzt, da er bis jetzt sehr zufrieden war. Allerdings fügte er die Frage hinzu: Können Sie mir eine Alternative vorschlagen? Ich antwortete. Natürlich habe ich für Sie Alternativen, die für Sie gut sind und die auch zum gewünschten Ergebnis führen.
Nun begründete er seinen Wunsch. Es war nicht das Training an sich im Wasser. Es waren die anderen Badegäste. Diese waren nämlich alle in seinem Alter und schwammen meist um uns herum. Natürlich konnten wir dabei immer hören was diese Leute sprachen. Und genau das störte ihn sehr, denn die älteren Menschen sprachen fast immer über ihre Krankheiten und was sie alles mit Ärzten und in Kuren erlebt hatten. Er kam sich trotz guter Trainingsleistung auch alt und krank vor.
Ich änderte das Training für die nächste Stunde ab indem wir zuerst eine Runde durch einen Wald und einen Park stramm Walken gehen, und danach in seinem Haus ein entsprechendes Workout-Programm durchführen.
Hier trainiert er nun seit dieser Zeit am TRX-Gurt, danach mit der Flexibar, einige Übungen mit Tubes und einige ganz ohne Hilfsmittel.

Blutdruck 004 (1)

Resultate

Als wir vor 7 Jahren anfingen musste er eine Reihe von Medikamenten in höherer Dosis zu sich nehmen für seinen Blutdruck und das zu hohe Cholesterin. Dazu hat er Koxarthrose.

Origianlzitat: https://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-k/koxarthrose/28794

„Darunter versteht man eine Abnutzung des Knorpels im Hüftgelenk und damit eine degenerative Veränderung des Knorpelgewebes.“
Im Laufe der Jahre hat sich das alles deutlich verbessert. In den ersten Wochen war er zudem sehr steif, da er sich kaum sportlich betätigte, bis auf Golf spielen.
Die Medikamentendosierung konnte reduziert werden, der Blutdruck und der Ruhepuls haben sich deutlich verbessert und die Beweglichkeit wurde auch sehr viel besser. Ganz Medikamentenfrei wird er nicht werden, das war schon zu Anfang klar. Die gesamte Hüftmuskulatur hat sich derart verbessert dass ihm sein Professor vor einiger Zeit mitgeteilt hat, dass er keine OP für die Hüftgelenke benötigen wird.
Das Training mit ihm hat mir in der gesamten Zeit immer sehr viel Spaß bereitet, da auch er sehr viel Spaß hat. Während der Trainingsstunden können wir uns über Gott und die Welt unterhalten, ohne dass im Training irgendwelche Fehler oder falsch ausgeführte Übungen stattfinden. Im Laufe der Jahre hat sich daraus ein tolles Kunden-Trainerverhältnis entwickelt. Auch seine Ehefrau, mit der er über 40 Jahre verheiratet ist findet es super dass wir unseren Spaß im Training haben und das es ihrem Mann so gut geht.

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Das Leben heute

Im ersten Jahr spielt er 2 – 3 Mal im Monat Golf und ging 2 Mal im Jahr eine Woche Segeln, da er ein eigenes Segelboot besitzt. In den vergangen Jahren ist aus 2 Mal jährlich doch bis zu 5 Mal geworden. Das ist allerdings auch abhängig von seinem Beruf, denn mit heute 70 Jahren arbeitet er noch in seinem Beruf in einem sehr großen Konzern. Der Mann trainiert seit 7 Jahren durchgehend mit mir, bis auf einige wenige Wochen im Jahr, wenn er im (Segel) Urlaub ist.
Aufgrund seines Gesamtzustandes lässt sich der Kunde einmal im Jahr komplett bei seinem Professor durchchecken, und sieht das als Präventiv-Maßnahme.
Dieser Professor fragte natürlich im Laufe der letzten Jahre nach wie es denn möglich sei, das sich so vieles doch erheblich verbessert hat. Der Kunde sagte ihm, dass er seit Jahren mit mir 2 Mal die Woche ein Training absolviert. Der Professor hätte mit allem gerechnet, nur damit nicht.
Aufgrund der belegten gesundheitlichen Verbesserungen hat mir dieser Kunde schon vor Monaten mitgeteilt dass wir noch sehr lange miteinander trainieren werden. Das höre ich natürlich als Personal Trainer gerne, denn damit bestätigt man mir dass ich eine gute Arbeit mache. Für den Kunden ist Personaltraining Lebensqualität, laut seiner Aussage, denn er könnte sich nicht 2 Mal die Woche dazu motivieren allein etwas zu tun und er würde so manche Übung gar nicht machen wollen, obwohl sie ihm mehr Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit gebracht hat.

Personal Trainer Düsseldorf/Meerbusch

http://www.personaltrainer-wolf.de

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